Stangendichtung: wichtig für die Hydraulik
Die innendichtende Stangendichtung ist der Gegenspieler der außendichtenden Kolbendichtung. Da der gesamte Betriebsdruck einer Anwendung auf ihr lastet, ist sie eine der wichtigsten Dichtungen im Hydrauliksystem. Als Stangendichtung werden hauptsächlich Lippen- und Nutringe verwendet, die über eine einfache Schnappmontage eingebaut werden.
Die Stangendichtung muss sowohl bei ruhender, statischer als auch bei bewegter, dynamischer Stange zuverlässig abdichten. Extra eingesetzte Vorspannelemente und zusätzlich Stützringe verhindern die Extension und Extrusion bei hohem Betriebsdruck. Die Stangendichtung hat für den Hydraulikzylinder eine hohe Bedeutung. Ein Leck an der Stange beeinträchtigt die Funktionstüchtigkeit des Hydrauliksystems erheblich. Daher ist Leckage ein aussagekräftiger Indikator für eine kaputte Dichtung.
Da sie für Hydrauliksysteme unverzichtbar ist, sind ihre Einsatzgebiete vielfältig. Am häufigsten findet die einfach wirkende Stangendichtung für hydraulische und pneumatische Systeme Verwendung. Die Materialwahl zur Fertigung der Stangendichtung richtet sich nach dem System, in dem sie zum Einsatz kommt. Meistens handelt es sich dabei um Nitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Thermoplastischem Polyurethan (H-PU), oder Fluorkautschuk (FPM). PU ist gegenüber NBR bedeutend verschleißfester und wird daher bevorzugt eingesetzt. Bei Temperaturen über 150°C werden, je nach Betriebsbedingung, Dichtungen aus FPM eingesetzt.
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